Der Landschaftstempel Taennchel-Chalmont-Staufenberg

//Der Landschaftstempel Taennchel-Chalmont-Staufenberg

Der Landschaftstempel Taennchel-Chalmont-Staufenberg

Obwohl der Taennchel mit seinen vielen verschiedenen Plätzen auch schon für sich allein ein interessanter Ort ist, ist er auch Teil einer größeren Struktur, die manche als Landschaftstempel bezeichnen würden.

Verbindet man den Ort der Reptilienfelsen auf dem Taennchel mit dem markanten Kegel des Chalmont im Norden und dem Staufenberg im Westen, auf dem sich heute die Hochkönigsburg befindet, erhält man ein perfektes gleichseitiges Dreieck.

Karte Landschaftstempel Taennchel Chalmont Staufenberg

Der Taennchel stellt dabei die schwangere Landschaftsgöttin oder den Yin-Pol dar, der Chalmont ist der Platz ihres Sohn-Geliebten, des Winterkönigs oder Stechpalmenkönigs, beziehungsweise der Yang-Pol und die Hoch-Königsburg ist der neutrale Punkt.

Die drei Punkte stehen im Weltbild einer matriarchalen Kultur, wie sie wahrscheinlich bis in die Jungsteinzeit vorherrschte in einer mythischen Beziehung zueinander.

Von verschiedenen Punkten entlang der Heidenmauer auf dem Taennchel kann man zum Beispiel den Sonnenaufgang zu Beltane (1.5.) und Lammas (31.8.) über der Hochkönigsburg beobachten. Vom Chalmont aus betrachtet geht die Sonne zur Wintersonnwende hinter der Hochkönigsburg auf.

Von der Hochkönigsburg aus versinkt die Sonne zur Wintersonnwende im Schoß der Göttin (Taennchel). Sie symbolisiert den Sohn/Geliebten, der zur Wintersonnwende aus dem Schoß der Göttin wiedergeboren wird.

Zur Sommersonnwende stirbt der Sonnenheros. Von der Hochkönigsburg aus betrachtet versinkt die Sonne zu dieser Zeit hinter dem Chalmont.

Zwischen dem Massiv des Taennchel und dem Chalmont verläuft das das des Flüsschens Lièpvrette, das auch die Grenze zwischen den Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin bildet. Früher wurde hier Silber abgebaut und so wird das Tal auch Val d’Argent, „Silbertal“ genannt. Auf mythologischer Ebene ist das Metall Silber aber auch mit dem Mond, dem Yin-Pol der Schöpfung und der Göttin verbunden.

Der Chalmont - der Yang-Pol im Landschaftstempel

Mehr zum Taennchel findet Ihr in diesem Artikel: Der Taennchel

Der Chalmont

(deutsch: Schalenberg oder Karlsberg, französisch auch lange Chânemont, von chêne = Eiche)

Der Chalmont ist eine dem Massiv nördlich des Val d’Argent vorgelagerte Bergkuppe, die man über einen Wanderweg von der Orschaft La Vancelle aus erreicht.  Er ist der Yang-Pol des Landschaftstempels. Auf einem kleinen Felsplateau, mit Aussicht über das Tal, in die Rheinebene, zur Hochkönigsburg und zum Taennchel, finden sich mehrere Schalensteine. Bis 1937 geht man davon aus, dass der Berg hauptsächlich von Eichen bewachsen war.

Der Chalmont ist ein magischer Berg. Man kann hier tatsächlich vor allem männliche Qualitäten wahrnehmen und er scheint prädestiniert für schamanische Erfahrungen. Bis ins 19.Jahrhundert wurden zu bestimmten Zeiten hier große Feuer entzündet und lange versuchte man vergeblich diesen Brauch auszurotten und belegte ihn mit einer Geldstrafe.

Legenden

Eine Legende, aus dem 17. Jahrhundert, erzählt, dass Karl der Große eine Burg auf dem Kamm des Chalmont besaß, wo er sich vor seinen Feinden zurückzog. Er hätte sich oft auf diesem Gipfel ausgeruht und einige glauben immer noch, dass sie einen Abdruck des Hufes seines Pferdes in den Felsen sehen. Der große Stein auf der Spitze des Chalmont wurde als Karlsstein bezeichnet, weil er der Legende nach auf diesem riesigen Felsen mit Blick auf das Dorf Lièpvre gesessen hätte.. Eine andere Legende, besagt, dass eine der Töchter Karls des Großen am Fuße eines Felsens in Chalmont begraben wäre und dass ihr Körper in der Nähe eines riesigen Schatzes, des Frankenkönigs, ruhen würde.

Einer weiteren Sage zufolge bauten die Feen eine Brücke zwischen dem Roche des Géants (Taennchel) und dem Chalmont. Die Feenbrücke steht für eine nichtmaterielle, also energetische Verbindung dieser beiden Orte.

Auch im Volksglauben ist der Chalmont als Kraftort bekannt. Der Brauch sagt, dass wenn man sich am 22.12. dort auf die Felsen setzt, man die besonderen Schwingungen des Ortes spüren kann.

Auf dem Chalmont gibt es einen Einstrahlpunkt mit den Qualitäten des Jupiter. Tatsächlich könnte hier in vorchristlicher Zeit Jupiter verehrt worden sein, wie auf vielen Gipfeln der Vogesen.

Aber der Ort hat auch eine saturnische Qualität, man wird geprüft, ob man den Energien gewachsen ist. Saturn ist auch der Hüter der Schwelle und bevor man sich auf schamanische Erfahrungen einlässt, sollte man achtsam und gut vorbereitet sein.

Der Staufenberg (Hochkönigsburg)

Die Hochkönigsburg - neutraler Punkt im LandschaftstempelDer Staufenberg ist der neutrale Punkt des Landschaftstempels. Die Burg wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als staufische Reichsburg auf dem 757 Meter hohen Staufenberg erbaut. Von hier aus konnten die Orte und Handelswege in diesem Teil des Oberrheingrabens beherrscht werden. 1147 tauchte erstmals der Name Burg Staufen auf, die von Herzog Friedrich, dem Vater des deutschen Königs Friedrich Barbarossa, gegründet sein soll. Ab 1192 wurde der Name Kinzburg (Königsburg) verwendet. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde sie 52 Tage von den Schweden belagert, am 7. September 1633 erobert und in Brand gesetzt.

1871 wurde das Elsass, das zwischenzeitlich zu Frankreich gehört hatte, an das Deutsche Reich abgetreten. Im Jahre 1899 schenkte die Stadt Schlettstadt die Burg Kaiser Wilhelm II., der sie in den Jahren 1901–1908 durch den Berliner Architekten Bodo Ebhardt restaurieren ließ. In seiner Ansprache zur Einweihung sagte der Kaiser: „Möge die Hohkönigsburg hier im Westen des Reiches, wie die Marienburg im Osten, als ein Wahrzeichen deutscher Kultur und Macht bis in die fernsten Zeiten erhalten bleiben.“

Seit 1919 ist die Hohkönigsburg Eigentum des französischen Staates, seit Januar 2007 des Départements Bas-Rhin. Heute gilt sie als die bedeutendste Burg der Region und ist das einzige im Elsass gelegene französische Nationaldenkmal. Außerdem ist sie mit jährlich etwa 500.000 Besuchern die meistbesuchte Burg des Elsass und einer der am häufigsten frequentierten Touristenorte ganz Frankreichs.

Sagen

Die weiße Dame von Haut-Koenigsbourg

Natürlich kommt ein Schloss wie Haut-Koenigsbourg nicht ohne eine weiße Dame aus! Geplagt von Schuldgefühlen spukt sie weißgekleidet in der Burg umher. An Silvester macht sie drei Runden und geht dann zum Bergfried, wo sie über die Rheinebene schaut. Sie lacht, wenn demElsass glückliche Tage bevorstehen, weint, wenn sie ihr Land im Unglück sieht und ruft den göttlichen Segen auf es herab.

Die Riesen der Haut-Koenigsbourg

Drei Riesen sollen einst die Haut-Koenigsbourg bewohnt haben. Eines Tages wurde ein Schneider, der sich im Wald verirrt hatte von einem von ihnen gefangen genommen.  Dieser kündigte an, ihn zu verspeisen, nachdem er für sie Kleidung geschneidert hätte, und ihm mit weiteren Repressalien drohte, wenn er nicht gut arbeitete. Als der Riese einige Zeit später nach ihm sah, konnte er ihn aber nicht mehr finden. Er hatte sich gut am Fenster versteckt, wartete darauf, dass sich der Riese näherte, schnitt ihm die Kehle durch und warf ihn dann in die Tiefe. Ein weiterer Riese kam an und erlitt das gleiche Schicksal. Erschrocken floh der dritte und niemand sah ihn je wieder.

Wahrnehmung

Energetisch betrachtet muss man sicher trennen zwischen dem ursprünglichen Platz, vor der Bebauung – und danach: der Burg, dem Gebäude. Burgen sind immer ein Ausdruck von Macht und der Kontrolle über einen Landstrich und das wird man auch immer spüren. Oft werden sie von den Landschaftsgenien als störend und einschränken empfunden.

Ich empfinde die Burg trotz ihrer Massivität als leicht. Der ganze Ort hat  ans ich etwas luftig Leichtes, Euphorisierendes. Angenehme Atmosphäre.

Im Thronsaal allerdings zieht es einem regelrecht den Boden unter den Füssen weg, auch körperlich heftig. Genauso in der Waffenkammer. Außerdem massive Demonstration von Macht, der preußische Geist ist schon deutlich spürbar.

Hinter der Burg auf dem Bergrücken finden sich ein Landschaftsgenius und ein Einstrahlpunkt von Gaia.

Der, den ich erspüren konnte, umfasste den Landschaftstempel Taennchel, Chalmont und Haut-Koenigsbourg. Er wirkte traurig und fühlte sich von dem Burgbau beeinträchtigt. Es muß allerdings noch einen weiteren, größeren geben, der weit in die Vogesen und bis zum Schwarzwald reicht.

Gaia war sehr zufrieden. Der Punkt strahlte eine wunderbare und vollkommene Zufriedenheit aus.

Von | 2019-08-09T15:00:12+01:00 August 8th, 2019|Allgemein|0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Solve : *
14 + 21 =