Der Taennchel

//Der Taennchel

Der Taennchel

Der Taennchel umfaßt, ähnlich wie der Odilienberg ein ganzes Bergmassiv mit mehreren Gipfeln. Man kann ihn aber nur von der Ortschaft Thannenkirch aus zu Fuß erreichen. Dadurch hat er sich in seiner  Atmosphäre sehr viel wilder und ursprünglicher erhalten als der Odilienberg. Auch hier finden wir eine „Heidenmauer“. Allerdings zieht sie sich nur auf dem vorderen Taennchel einige Kilometer den Grat entlang und umgibt nicht das ganze Gelände.

Auch der Taennchel muss ein ausgedehnter alter Kultbezirk gewesen sein, der heute allerdings nicht mehr genutzt wird. Zusammen mit der Hochkönigsburg und dem Chalmont bildet er einen Landschaftstempel, in dem jeder dieser Orte eine spezielle Funktion erfüllt.

Der Losbrunnen

Das Wasser dieses Brunnens kann, wenn man sich darauf einlässt, eine ganz besondere Wirkung entfalten. Es dient als Vorbereitung und Einstimmung auf die Qualitäten des Ortes, macht einen bereit den Berg auf einer anderen, tieferen Ebene zu erfahren, als der normale Wanderer. Man tritt ein in einen anderen Raum. Es führt wie in einer Spirale nach Innen und Unten, hin zum innersten Wesenskern, zum Beginn, dahin wo alles anfing, zum inneren Ort der Kraft.

Der Schusterfels (Rocher des Cordonniers)

Direkt bevor man nach dem Aufstieg das Plateau erreicht, befindet sich ein markanter, hoch aufragender einzelner Fels. Es ist der Wächter, der den Beginn des heiligen Bezirks markiert und hat die Form eines Hammers.

Die Riesenfelsen (Rocher des Géants ou Rocher des Fées)

Kurz nach dem Schusterfels findet man an der Kreuzung mehrerer Wege eine exponierte Felsplatte mit unzähligen Schalen. Man fühlt sich wohl, beschützt geborgen. Man möchte für immer bleiben und weiß doch, dass es nur eine Station auf dem Weg ist und man weiter muss. Eine bestimmte Zeit sollte man sich hier aber gönnen. Es ist wie ein Einschwingen auf die Energie des Berges und die Aufgaben, die er einem stellen wird. Es ist hell und licht, sehr weiblich. Man wird hineingenommen, zurechtgerückt, eingeschwungen auf einen natürlichen Fluss. Es ist ein Anfang und gleichzeitig wie eine Vision vom Ziel. Heilend, lind und lindernd, lindgrüne Kraft, unendlich sanft.

Die Schalen könnten zu verschiedenen Heilzwecken, zum Ansetzen von Kräuter-/Pflanzenauszügen, berauschenden und heilenden Tränken gedient haben.

Manche kamen nur hierher, um Heilung zu finden. Die Aspiranten auf dem Einweihungsweg mussten weiter, konnten sich hier aber stärken für das, was sie erwartete.

Die Botschaft des Ortes für sie: Besinn Dich! Der weitere Weg führt ins Dunkel, in dein eigenes Inneres, bis du zu deinem inneren Licht vordringst. Du kannst es hier zum Strahlen bringen, wenn du bereit bist.

Man kam auf den Taennchel nicht ohne Grund. Die, die kamen, hatten ein wichtiges Anliegen und waren bereit alles hinter sich zu lassen um Antworten zu finden. Es war auch ein Tabu-Ort, man konnte ihn  nicht einfach so zum Spaß betreten.

Man hat hier einen weiten Blick über das Tal zu einem weiteren sagenumwobenen Berg, dem Chalmont. Eine Sage erzählt, dass es von ihm zu diesem Ort eine Feenbrücke gegeben haben soll.

Die Totenstadt (Nécropole) und die Heidenmauer

Liegt im Bereich des vorderen Taennchel einige hundert Meter südlich des Feenplateaus. Es scheint ein Ritualplatz der Männer gewesen zu sein, Frauen sind dort noch immer nicht sehr willkommen.

Die Heidenmauer auf dem Taennchel zieht sich vom Riesenfelsen über die Nécropole auf dem Bergkamm entlang Richtung Süden.

Der Reptilienfels

Hier finden wir ein ausgedehntes Areal mit Felsblöcken und natürlichen Dolmen. Der Name des Ortes rührt von einigen größeren Felsen, die in ihrer Form an Reptilienköpfe erinnern. Der ganze Ort hat ein magische und verwunschene Atmosphäre und wird von unzähligen Naturwesen bewohnt. Das Gebiet des Reptilienfels ist sicherlich einer der zentralen Plätze auf dem Taennchel und der Ort für Initiationen. An verschiedenen speziellen Punkten um den Reptilienfels kann man in die eigene Tiefe und Schattenwelt hinabsteigen und auch alle materiellen Begrenzungen hinter sich lassen. Allerdings sollte man dabei aufpassen, wie weit man gehen möchte. Aspiranten für solche schamanischen Erfahrungen bereiteten sich in der Regel lange darauf vor und hatten einen erfahrenen Lehrer und Führer.

Schutzhütte Kützig Buech

Hier könnte eine öffentlicher Versammlungsplatz für Feste und Rituale gewesen sein. Noch heute treffen hier verschiedene Wanderwege aufeinander. Ganz in der Nähe gibt es einen wunderschönen Naturwesenplatz innerhalb eines natürlichen Steinkreises.

Die Geisterquelle (Source des Esprits)

Neun Schalen finden sich hier auf dem Deckstein eines natürlichen Dolmen.

Ein Seherinnenplatz und Ort der Vorbereitung der Priesterinnen bei Festen.

Rocher des Anneaux

Der Ringfelsen selbst ist energieabziehend, unangenehm. Er ist ein starker Wächter am Westende des heiligen, geschützten Bezirks. Auf der anderen Seite ist man spürbar draußen.  

Von | 2019-07-15T17:48:42+02:00 Juli 15th, 2019|Orte|0 Kommentare

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